Das Stechuhr-Urteil: Wie viel Kontrolle ist wirklich gut?

Kommentar von Architekt und untermStrich-Gründer Guido R. Strohecker

Es ist eingeschlagen wie eine Bombe: das Stechuhr-Urteil. Das deutsche Gericht hat entschieden, dass die Arbeitszeiterfassung nun verpflichtend ist. Prompt kam es zu einem enormen Aufschrei quer durch das Land. Denn auch wenn die Stechuhr in einigen Branchen schon gängig ist, so arbeitet doch ein Großteil der rund 45 Millionen Arbeitnehmer Deutschlands bei freier Zeiteinteilung. Ob im Homeoffice oder im Rahmen einer Vertrauensvereinbarung. Und ganz schnell war auch immer wieder ein Wort in Zusammenhang mit dem Urteilsspruch zu hören, das für viele einen bitteren Beigeschmack haben dürfte: KONTROLLE!

Gerade bei untermStrich wird dafür gesorgt, dass ihr euer Unternehmen voll im Griff habt. Also unter Kontrolle. Die in besagtem Urteil geforderte Stechuhr ist durch unsere Software schon längst verfügbar, egal von wo aus sich eure Mitarbeiter einloggen. Und die dadurch einhergehende exakte Stundenaufzeichnung ist euer wichtigstes Werkzeug, um wirklich jede geleistete Stunde in einem Projekt belegen und abrechnen zu können.

Die volle Kontrolle also, wie es auch das Stechuhr-Urteil bringen soll. Oder? Nunja, sagen wir so. Kontrolle ist nicht nur gut, sondern ein unverzichtbares Asset in eurem unternehmerischen Werkzeugkoffer. Kontrolle im Bezug auf Finanzen, Bau- und Zeitpläne, verfügbare Manpower, Urlaubsplanung, Rechnungslegung. Und eben auch über die Arbeitszeitaufzeichnung eurer Mitarbeiter. Was diese aber nicht betreffen sollte, ist der Mensch dahinter. Nicht jeder funktioniert nach einer Stechuhr. Nicht immer ist eine kreative Leistung innerhalb eines juristisch abgesteckten Zeitfensters abrufbar. Und wetten, dass sich in keinem Planungsbüros Menschen motiviert in die genaue Dokumentation ihrer Stunden stürzen, wenn sie dahinter eine Überwachung ihres Arbeitsalltags vermuten. Wo es doch eigentlich einer ihrer wertvollster Beitrag zur Sicherstellung des wirtschaftlichen Erfolgs des Büros ist…