PartGmbB

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Partnerschaft mit beschränkter Berufshaftung – die richtige Begleitung für Ihr Berufsleben!

Die 2013 in Deutschland eingeführte Rechtsform der PartGmbB ist mittlerweile auch für Architekten und Ingenieure möglich.

Keine andere Form der Zusammenarbeit mit Kollegen vereint die Haftungsvorteile der anfänglichen Unternehmergesellschaft (UG) mit der Unkompliziertheit der Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) besser als die Partnerschaftsgesellschaft mit beschränkter Berufshaftung (PartGmbB). Daher ist diese Gesellschaftsform, die bereits 2013 auf Bundesebene eingeführt wurde, bei den Angehörigen der rechts- und steuerberatenden Berufe schlichtweg der Renner!

Föderale Umsetzung

Architekten und Ingenieure hatten sich zunächst noch in Geduld zu üben. Da alles, was mit Bauen zu tun hat, verfassungsgemäß dem Landesrecht unterfällt, musste jeder Landesgesetzgeber zunächst die bundesrechtlichen Regeln des Partnerschaftsgesellschaftsgesetzes (PartG) zur PartGmbB mit Leben füllen und Regelungen für die gesetzliche Versicherungspflicht der Berufshaftpflichtversicherung, die den Ersatz des Haftungskapitals darstellt, formulieren. Dieser Prozess, der sich über einen Zeitraum von rund drei Jahren hinzog, ist mittlerweile nicht ganz vollständig, aber doch immerhin weitestgehend abgeschlossen – föderalismusbedingt mit kleinen, aber feinen Unterschieden.
Inzwischen haben auch die ersten Architektur- und Ingenieurbüros die Vorzüge der neuen Gesellschaftsform erkannt und durch Gründung einer PartGmbB das Damoklesschwert der unbegrenzten persönlichen Haftung besiegt!

Die Gründung – so geht's

Dabei erfolgt die Gründung einfach durch Abschluss eines schriftlichen Gesellschaftsvertrages, wobei bewährte Vertragsmuster oder konkrete juristische Beratung zur Hilfe genommen werden können. Dann benötigt man nur noch die ohnehin gesetzlich vorgeschriebene Berufshaftpflichtversicherung und die Eintragungen beim Partnerschaftsregistergericht mit Beglaubigung durch Notar und bei der zuständigen Berufskammer.
Mit Eintragung in das Register wird das Haftungsprivileg wirksam und die Freiberufler haften für Fehler bei der Berufsausübung nur noch mit dem Gesellschaftsvermögen, das im Zweifel Null sein kann.
Spannend sind die vielfältigen Formen, in denen die PartGmbB eingesetzt werden kann wie zum Beispiel als:

  • projektbezogene PartGmbB für ein größeres risikoreicheres Objekt;
  • Projektgesellschaft auch in der Form des Zusammenschlusses aller am Objekt Beteiligten Planer, anstatt GbR oder ARGE mit voller Haftung auch noch für die Fehler anderer;
  • überregionale PartGmbB bei der jeder Partner nach interner Vereinbarung für eigene Rechnung und eigenes Risiko tätig werden kann und alle Partner dennoch in den Genuss des Haftungsprivilegs kommen.

Motivation für potentielle Nachfolger

Die PartGmbB eignet sich aber auch hervorragend für die Motivation junger Berufskollegen, die nach entsprechender Bewährung als Juniorpartner in die unternehmerische Verantwortung aufgenommen werden können, um später – gegebenenfalls auch über weitere Stufen – zum gleichberechtigten Vollpartner aufzusteigen. Damit ist die PartGmbB gleichzeitig auch das perfekte Instrument zur langfristigen Vorbereitung einer Nachfolgeregelung.
Dabei kann auch der altersbedingt ausscheidende Partner sicherstellen, dass sein „Lebenswerk“ erhalten und weitergeführt wird. Sein akquisitionsstarker, werbewirksamer Name kann im Namen der PartGmbB bestehen bleiben und der Gesellschaft dadurch auch weiterhin Wettbewerbsvorteile bieten. Dies kann sogar selbst über den Tod des ausscheidenden Partners hinaus fortgeführt werden.
Wann entscheiden Sie sich? Es ist nie zu spät!

Text: Ulrich Langen, AIA AG Düsseldorf 

03. April 2017

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