HOAI – leicht gemacht!

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HOAI – leicht gemacht!

Wie Architekten und Ingenieure mit der Honorar VerrechnungsStelle schneller zu mehr Geld kommen.

Wie die Praxis zeigt, scheint die HOAI für die meisten Architekten und Ingenieure ein ‚Buch mit sieben Siegeln‘ zu sein, für das nur wenige, spezialisierte Fachanwälte den »Schlüssel zur Wahrheit« in Händen halten. Tatsache ist, dass trotz oder gerade wegen unzähliger Kommentierungen und Fachveröffentlichungen um keine andere Gebührenordnung mehr gestritten wird als um die HOAI. Selbst der Bundesgerichtshof muss sich als oberstes Gericht regelmäßig mit Auslegungsfragen zur HOAI befassen.

Probleme, trügerische Lösungen und Ausweg

Dabei liegen die Hauptursachen schon in einer unzureichenden Vertragsgestaltung, was sich später rächt, wenn beispielsweise Leistungen hinzukommen, deren Ausmaß beim Beginn der Zusammenarbeit nicht absehbar waren. Dabei gibt die HOAI dem Architekten bei vertraglichen Änderungen des Leistungsumfangs mit § 10 Abs. 1 HOAI eher Stein statt Brot! Was nützt ein Anpassungsanspruch dem Grunde nach, wenn über die Höhe in aller Regel erst gestritten werden muss? Wohl dem, der durch geschickte Vertragsgestaltung auch zu dieser Frage schon vertraglich Vorsorge getroffen hat! Dabei sind alle Regelungen denkbar und HOAI-konform, solange sie die Mindestsätze nicht unter- bzw. die Höchstsätze nicht überschreiten.

Ein zweites Beispiel: Bei Umbauten hat es sich in der Praxis als sinnvoll erwiesen, den Wert der mitzuverarbeitenden Bausubstanz am Anfang sorgfältig zu ermitteln und vertraglich zu vereinbaren. Erfolgt dies nicht, ist ein langwieriger Rechtsstreit unter Einschaltung von Sachverständigen im Regelfall unvermeidbar.

Viele Architekten und Ingenieure meinen, sie könnten alle Probleme dadurch lösen, dass sie Pauschalvereinbarungen treffen, die allerdings meist eher zufällig im Korridor zwischen HOAI-Mindest- und Höchstsatz liegen – und die ohne betriebswirtschaftlich fundierte Vorkalkulation besonders bei nachträglichen Änderungen regelmäßig zum Desaster führen. Bei Mehraufwand durch vom Auftraggeber veranlasste Leistungsänderungen oder bei Meinungsverschiedenheiten über den Wert der mitverarbeiteten Bausubstanz gehen die Architekten und Ingenieure jedenfalls meist leer aus.

Dabei liegt die Lösung zu den genannten und weiteren Problemen für alle, die auch sonst externe Dienstleister wie Ärzte, Rechtsanwälte, Softwarepartner, Steuerberater, Versicherungsmakler etc. in Anspruch nehmen, nahe: die HonorarVerrechnungsStelle (HVS) der Dienstleistungsgesellschaft für Architekten und Ingenieure mbH!

Was leistet die HVS?

Die HVS bietet seit nunmehr bereits sieben Jahren ein umfassendes Honorar-Leistungspaket, das von der Akquisitionsphase bis zur Zahlung der Rechnung genutzt werden kann. Es umfasst:

  • honorarrechtliche Beratung vor Vertragsabschluss und während der Vertragslaufzeit
  • Musterverträge
  • baubegleitende Honorarberatung
  • Erstellung von Abschlagsrechnungen
  • Erstellung prüffähiger Schlussrechnungen
  • Inkasso
  • Mahnverfahren gerichtliche Durchsetzung von Honoraransprüchen

Aufgrund der hohen Fachkompetenz der HVS genießen die Rechnungen bei privaten, gewerblichen und öffentlichen Auftraggebern ein hohes Maß an Akzeptanz und werden in der Regel innerhalb von durchschnittlich 15 Tagen ausgeglichen. Wenn sich ein Klageverfahren nicht vermeiden lässt, steht der HVS eine Auswahl von Deutschlands besten Anwälten im Architektenrecht zu gesetzlichen Gebührensätzen zur Verfügung. Außerdem eröffnet sich für den Architekten/Ingenieur aufgrund der Forderungsabtretung im Klagefall die Möglichkeit einer Aussage als Zeuge – ein Vorteil, der sich bei fehlenden sonstigen Beweismitteln auszahlen kann.

Welche Kosten entstehen?

Die HVS berechnet für die Rechnungserstellung und das Inkasso einen Prozentsatz aus allen innerhalb eines Kalenderjahres in Rechnung gestellten Honoraren, der zwischen 3 und 0,35 % liegt (z.B. 1,25% bei 100.000,- € Umsatz) Zusätzlich fällt bei bestrittenen Forderungen eine einmalige Pauschale von 250,- € an. Sonstige Beratungsleistungen werden im Stundensatz (80,- €) berechnet.

Wenn eine außergerichtliche Anspruchsdurchsetzung nicht möglich ist, kommen nach vorheriger Absprache gegebenenfalls die externen Kosten der gerichtlichen Durchsetzung der Ansprüche hinzu, für die eine insoweit bestehende Rechtsschutzversicherung oder, wenn diese nicht besteht, eine Prozessfinanzierung eintritt.


HOAI – Honorarordnung für Architekten und Ingenieure

Die deutsche HOAI ist die verbindliche Verordnung des Bundes zur Regelung der Honorare für Architekten- und Ingenieurleistungen. Seit Jahren immer wieder unter Beschuss von Teilen der deutschen Politik wie auch der EU, kämpfen Kammern und Verbände um den Bestand und die Fortschreibung der HOAI; soll diese doch – so der Anspruch – den Architekten und Ingenieuren auskömmliche Honorare sichern.
In der Praxis ihrer Anwendung aber drohen den Planern Fehler und Fallstricke. Der Beitrag von Ulrich Langen zeigt einen möglichen Ausweg.

Fazit

Die HVS steht Architekten und Ingenieuren in allen Honorarfragen (HOAI 2002, 2009 und 2013) zur Verfügung und bietet umfangreiche Servicedienstleistungen rund um das Honorar, von der Hilfestellung bei der Vertragsgestaltung bis hin zur erfolgreichen Durchsetzung der Honorarforderungen.

Text: Ulrich Langen

16. Jänner 2017

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